Das Reiben deiner Augen, während du Kontaktlinsen trägst, kann unerwartete und potenziell schädliche Folgen haben. Sowohl für die Linse selbst als auch für dein empfindliches Auge sind die Risiken erheblich.
Das sind die beliebtesten Kontaktlinsenbehälter Produkte
Die direkten Gefahren des Augenreibens mit Kontaktlinsen
Wenn du unwillkürlich deine Augen reibst, während Kontaktlinsen darin sitzen, setzt du sowohl die Linse als auch dein Auge erheblichen mechanischen Kräften aus. Diese Kräfte können zu einer Reihe von Problemen führen, die von leicht irritierend bis hin zu ernsthaften Sehbeeinträchtigungen reichen können.
Beschädigung und Verformung der Kontaktlinse
Kontaktlinsen sind präzise gefertigte optische Hilfsmittel. Ihre Form und Oberflächenbeschaffenheit sind entscheidend für eine klare und komfortable Sicht. Wenn du mit dem Finger über die Linse reibst, kann dies zu folgenden Problemen führen:
- Kratzer: Selbst kleinste Partikel wie Staub oder Schmutz, die sich auf der Linse befinden oder von deinen Fingern stammen, können unter der Linse Mikrokratzer verursachen. Diese Kratzer stören nicht nur die Sicht, sondern können auch die Oberfläche der Linse dauerhaft verändern und sie unbrauchbar machen.
- Verformung: Weiche Kontaktlinsen sind flexibel, aber auch anfällig für Verformungen. Durch Druck und Reibung kann die empfindliche Struktur der Linse beeinträchtigt werden. Eine verformte Linse sitzt nicht mehr korrekt auf dem Auge, was zu verschwommener Sicht, Blendung und Unbehagen führt.
- Einreißen: Bei besonders starkem Reiben oder bei bereits vorgeschädigten Linsen besteht die Gefahr, dass die Linse reißt oder bricht. Dies ist nicht nur unangenehm, sondern kann auch dazu führen, dass kleine Teile der Linse im Auge verbleiben.
Irritation und Entzündungen des Auges
Deine Augen sind sehr empfindlich, und das Reiben mit einer Fremdkörper (der Kontaktlinse) darin kann schnell zu Reizungen und Entzündungen führen:

- Hornhautabschürfungen: Dies sind oberflächliche Verletzungen der Hornhaut, der klaren vorderen Schicht deines Auges. Sie entstehen durch die Reibung der Linse oder von Partikeln darunter auf der Hornhautoberfläche. Symptome sind Schmerz, Rötung, Tränenfluss und ein Gefühl, als ob etwas im Auge wäre.
- Bindehautentzündung (Konjunktivitis): Die Bindehaut, die das Weiße des Auges und die Innenseiten der Lider bedeckt, kann durch das Reiben gereizt und entzündet werden. Dies äußert sich in Rötung, Juckreiz und einem wässrigen oder schleimigen Ausfluss.
- Allergische Reaktionen: Deine Finger können Rückstände von Seifen, Cremes oder anderen Substanzen tragen, die das Auge reizen. Beim Reiben werden diese Substanzen unter die Linse gebracht und können eine allergische Reaktion auslösen.
Erhöhtes Infektionsrisiko
Das Reiben mit unsauberen Fingern ist einer der Hauptwege, wie Keime in dein Auge gelangen können:
- Bakterielle Infektionen: Bakterien, die auf deinen Fingern leben, können durch das Reiben leicht auf die Kontaktlinse und von dort auf die Hornhaut übertragen werden. Eine Hornhautentzündung (Keratitis), die durch Bakterien verursacht wird, ist eine ernste Erkrankung, die unbehandelt zu dauerhaften Sehschäden führen kann.
- Virale und Pilzinfektionen: Auch Viren und Pilze können über deine Finger in dein Auge gelangen und Infektionen verursachen.
Verschlechterung der Sauerstoffversorgung des Auges
Kontaktlinsen, insbesondere solche aus weichen Materialien, lassen Sauerstoff durch die Hornhaut diffundieren. Wenn du die Linse durch Reiben verschiebst oder sie sich ungünstig auf dem Auge platziert, kann dies die natürliche Sauerstoffversorgung des Auges beeinträchtigen. Eine chronische Unterversorgung mit Sauerstoff kann zu:
- Hypoxie: Eine unzureichende Sauerstoffversorgung der Hornhaut.
- Neovaskularisation: Das Einwachsen von Blutgefäßen in die Hornhaut, um den Sauerstoffmangel auszugleichen. Dies kann zu Trübungen der Hornhaut und beeinträchtigtem Sehvermögen führen.
Ursachen für das Bedürfnis zu reiben
Wenn du das Gefühl hast, deine Augen reiben zu müssen, während du Kontaktlinsen trägst, ist dies ein Zeichen dafür, dass etwas nicht stimmt. Die Ursachen dafür können vielfältig sein:
Trockenheit der Augen
Trockene Augen sind eine der häufigsten Ursachen für Unbehagen und das Bedürfnis zu reiben:
- Reduzierte Tränenproduktion: Mit zunehmendem Alter oder durch bestimmte Medikamente kann die natürliche Produktion von Tränenflüssigkeit nachlassen.
- Verdunstung der Tränenflüssigkeit: Umweltfaktoren wie trockene Luft (Klimaanlagen, Heizungen), Wind, Rauch oder eine geringere Blinzelrate (z.B. bei intensiver Bildschirmarbeit) können dazu führen, dass die Tränenflüssigkeit schneller verdunstet.
- Wechselwirkung mit Kontaktlinsen: Kontaktlinsen können die Verdunstung der Tränenflüssigkeit beeinflussen und manchmal selbst zu trockenen Augen führen, besonders wenn sie nicht für die Augenfeuchtigkeit geeignet sind oder übermäßig getragen werden.
Fremdkörpergefühl
Auch wenn du dir sicher bist, dass du keine Staubkörner im Auge hast, kann das Gefühl, dass etwas darin ist, stark genug sein, um zum Reiben zu verleiten:
- Kleinste Partikel: Unsichtbare Staubpartikel oder winzige Fasern können sich unter der Linse sammeln.
- Linse verrutscht: Eine verrutschte Kontaktlinse kann sich unangenehm anfühlen und ein Fremdkörpergefühl hervorrufen.
- Oberflächenveränderungen der Linse: Ablagerungen auf der Linse (Proteine, Lipide) können die Oberfläche rau machen und ein störendes Gefühl verursachen.
Falsche Linsenpassform oder Linsenmaterial
Nicht jede Kontaktlinse ist für jedes Auge geeignet:
- Falscher Krümmungsradius: Eine Linse, die zu flach oder zu steil für deine Hornhaut ist, kann verrutschen oder Druckpunkte verursachen, die zum Reiben führen.
- Falscher Durchmesser: Eine Linse, die zu groß oder zu klein ist, sitzt nicht optimal.
- Materialunverträglichkeit: Manche Menschen reagieren empfindlich auf bestimmte Materialien, die in Kontaktlinsen verwendet werden.
Informationsmangel und falsche Handhabung
Unsachgemäße Pflege und Handhabung sind oft die Wurzel des Problems:
- Unzureichende Hygiene: Nicht gründliches Händewaschen vor dem Einsetzen oder Herausnehmen der Linsen.
- Falsche Reinigung: Verwendung von Leitungswasser oder ungeeigneten Reinigungslösungen für die Linsen.
- Übermäßiges Tragen: Längeres Tragen der Linsen als vom Optiker empfohlen.
- Tragen beschädigter Linsen: Ignorieren von Kratzern oder Rissen in den Linsen.
Was du stattdessen tun solltest
Anstatt deinen Instinkt nachzugeben und deine Augen zu reiben, gibt es sicherere und effektivere Wege, Beschwerden zu lindern:
- Blinzeln: Bewusstes und vollständiges Blinzeln hilft, die Tränenflüssigkeit über die Linse zu verteilen und Ablagerungen zu entfernen.
- Künstliche Tränen: Verwende spezielle Augentropfen für Kontaktlinsenträger (oft als „künstliche Tränen“ bezeichnet). Diese befeuchten das Auge und die Linse und lindern Trockenheitsgefühle. Achte darauf, dass sie für die Verwendung mit Kontaktlinsen geeignet sind.
- Linsen herausnehmen: Wenn das Gefühl stark ist und durch Befeuchtung nicht nachlässt, nimm die Kontaktlinsen vorsichtig heraus. Untersuche sie auf Beschädigungen oder Ablagerungen. Reinige und desinfiziere sie gemäß den Anweisungen deines Optikers oder setze ein frisches Paar auf, falls es sich um Tageslinsen handelt.
- Augenarzt aufsuchen: Wenn die Beschwerden regelmäßig auftreten, stark sind oder du Rötungen, Schmerzen oder Sehstörungen bemerkst, suche umgehend einen Augenarzt auf. Es könnte eine zugrunde liegende Erkrankung vorliegen, die behandelt werden muss.
Zusammenfassung der Risiken: Eine Übersicht
| Risiko-Kategorie | Mögliche Folgen bei Augenreiben mit Kontaktlinsen | Warum es passiert |
|---|---|---|
| Linsenintegrität | Kratzer, Verformung, Einreißen der Linse | Mechanischer Druck und Reibung von Fingern oder Partikeln auf der Linsenoberfläche. |
| Augenoberfläche | Hornhautabschürfungen, Bindehautentzündung, Hornhautverletzungen | Direkte mechanische Irritation der Hornhaut und Bindehaut durch die Linse oder Partikel darunter. |
| Infektionen | Bakterielle Keratitis, virale/pilzliche Infektionen | Übertragung von Keimen von unreinen Fingern auf die Kontaktlinse und das Auge. |
| Sauerstoffversorgung | Hornhautödeme, Neovaskularisation | Beeinträchtigung der physiologischen Fluidbewegung und Sauerstoffdiffusion unter der Linse. |
| Komfort | Fremdkörpergefühl, Reizung, anhaltendes Unbehagen | Reaktion des Auges auf mechanische Reizung, Trockenheit oder unsachgemäß sitzende Linsen. |
Häufige Fehler bei der Handhabung
Viele Probleme, die zum Augenreiben führen, entstehen durch kleine Fehler, die im Alltag leicht passieren:
- Verwendung von Leitungswasser: Leitungswasser enthält Mikroorganismen und Mineralien, die dein Auge und deine Linsen schädigen können. Nutze ausschließlich sterile Kochsalzlösung oder vom Hersteller empfohlene All-in-One-Lösungen.
- Schmutzige Hände: Selbst wenn du denkst, deine Hände seien sauber, können sich unsichtbare Keime darauf befinden. Wasche deine Hände immer gründlich mit milder Seife und trockne sie mit einem fusselfreien Handtuch, bevor du deine Linsen berührst.
- Nichtbeachtung der Tragezeiten: Jede Linsenart hat eine empfohlene maximale Tragezeit pro Tag. Das Überschreiten dieser Zeit kann zu Sauerstoffmangel und Trockenheit führen.
- Schlafen mit den Linsen (falls nicht dafür vorgesehen): Nur spezielle Linsen für das Dauertragen sind dafür geeignet. Bei anderen Linsen erhöht das Schlafen das Infektionsrisiko erheblich.
- Verwendung alter Lösungen: Reinigungslösungen sind nur für eine begrenzte Zeit haltbar, nachdem sie geöffnet wurden. Nutze stets frische Lösungen und verwende niemals alte oder abgelaufene Produkte.
Wann du unbedingt einen Augenarzt aufsuchen solltest
Das Reiben deiner Augen mit Kontaktlinsen sollte niemals zur Gewohnheit werden. Wenn du anhaltende Beschwerden hast, sind die folgenden Symptome ernst zu nehmen und erfordern umgehend professionelle medizinische Hilfe:
- Starke Schmerzen im Auge
- Plötzliche Verschlechterung des Sehvermögens oder verschwommenes Sehen, das sich nicht bessert
- Starke Lichtempfindlichkeit (Photophobie)
- Anhaltende Rötung des Auges
- Unnatürlicher Ausfluss aus dem Auge (eitrig oder stark schleimig)
- Das Gefühl, dass etwas Festes im Auge steckt und nicht herausgeht
- Starke Kopfschmerzen in Verbindung mit Augensymptomen
Das sind die neuesten Kontaktlinsenbehälter Produkte mit der besten Bewertung
FAQ – Häufig gestellte Fragen zu Augen reiben mit Kontaktlinsen: Was kann passieren?
Kann ich meine Kontaktlinse beschädigen, wenn ich mein Auge reibe?
Ja, das ist sehr wahrscheinlich. Durch das Reiben können Kratzer auf der Oberfläche der Linse entstehen, die zu unscharfem Sehen und Unbehagen führen. Weiche Linsen können sich auch verformen oder sogar reißen, was sie unbrauchbar macht.
Ist es gefährlich, mit Kontaktlinsen zu reiben, weil ich trockene Augen habe?
Ja, es ist gefährlich. Trockene Augen verschlimmern die Situation, da die Reibung auf einem trockenen Auge zu stärkeren Hornhautabschürfungen führen kann. Außerdem können die unsauberen Finger oder die Linse selbst Keime in das bereits gereizte Auge einbringen und eine Infektion verursachen.
Was ist die schlimmste Folge, die passieren kann, wenn ich mein Auge mit Kontaktlinsen reibe?
Die schlimmste mögliche Folge ist eine schwere Hornhautinfektion (Keratitis), insbesondere eine bakterielle Keratitis. Unbehandelt kann diese zu dauerhaften Narben auf der Hornhaut, starkem Sehverlust oder sogar zur Erblindung führen.
Wie kann ich das Bedürfnis zu reiben vermeiden?
Um das Bedürfnis zu reiben zu vermeiden, ist es wichtig, die Ursache des Unbehagens zu beheben. Achte auf ausreichende Augenbefeuchtung mit künstlichen Tränen, sorge für gute Kontaktlinsenhygiene und halte deine Tragezeiten ein. Wenn das Gefühl anhält, nimm die Linsen heraus und konsultiere gegebenenfalls deinen Augenarzt.
Was mache ich, wenn ich das Gefühl habe, dass ein Krümel unter meiner Kontaktlinse ist?
Versuche niemals, einen Krümel unter der Linse weg zu reiben. Nimm stattdessen vorsichtig die Kontaktlinse heraus. Spüle sie gegebenenfalls mit steriler Kochsalzlösung und setze sie neu ein. Wenn das Gefühl bestehen bleibt oder sich verschlimmert, setze die Linse nicht wieder ein und suche gegebenenfalls einen Augenarzt auf.
Kann das Reiben mit Kontaktlinsen auch meine Augenfarbe verändern?
Das Reiben selbst verändert nicht direkt die Augenfarbe. Allerdings kann chronische Reizung und die damit verbundene Entzündung zu Verfärbungen der Bindehaut führen oder die Sicht auf die Iris beeinträchtigen, wenn es zu schweren Komplikationen wie Narbenbildung auf der Hornhaut kommt. Dies ist jedoch kein direkter Effekt der Augenfarbe.
Welche Arten von Kontaktlinsen sind anfälliger für Schäden durch Reiben?
Weiche Kontaktlinsen sind generell anfälliger für Risse und Verformungen als harte (formstabile) Linsen. Ihre Flexibilität, die für den Komfort wichtig ist, macht sie auch empfindlicher gegenüber mechanischer Belastung. Harte Linsen sind robuster, aber auch hier können starke Reibung und unsachgemäße Behandlung zu Oberflächenschäden und Unbehagen führen.